Die überkritische CO₂ — Extraktion verändert die Parfumherstellung grundlegend, indem sie eine reinere und effizientere Methode zur Gewinnung von Duftstoffen ohne schädliche Chemikalien bietet. Im Gegensatz zu älteren Verfahren wie der Wasserdampfdestillation oder der Hexanextraktion nutzt dieses Verfahren unter Druck stehendes CO₂, um hochwertige aromatische Öle zu extrahieren und dabei empfindliche Duftmoleküle zu bewahren. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:
- Reinheit: Hinterlässt keine chemischen Rückstände und sorgt so für sicherere, reinere Extrakte.
- Effizienz: Erzielt höhere Ölausbeuten (z. B. 12,41 % bei Patchouli gegenüber 2,8 % bei Wasserdampfdestillation).
- Umweltfreundlichkeit: CO₂ ist wiederverwendbar, wodurch Abfall und die Abhängigkeit von petrochemischen Lösungsmitteln reduziert werden.
- Geringe Hitzeeinwirkung: Arbeitet bei ca. 31,1 °C (88 °F) und vermeidet so Schäden an hitzeempfindlichen Verbindungen.
Diese Methode gewinnt zunehmend an Bedeutung, da sie authentische Duftprofile bewahrt, seltene Botanicals verarbeiten kann und mit umweltbewussten Praktiken harmoniert. Da die Anlagen immer zugänglicher werden, steht die Parfumindustrie kurz davor, diese Technik in großem Umfang zu übernehmen und damit die Duftkreation neu zu definieren.
Was ist überkritische CO2 — Extraktion?
Die überkritische CO₂ — Extraktion verwandelt Kohlendioxid in ein kraftvolles Lösungsmittel, indem es Bedingungen oberhalb seines kritischen Punkts ausgesetzt wird – 31,1 °C (≈88 °F) und 7,38 MPa (≈73 Atmosphären). In diesem Zustand nimmt CO₂ eine doppelte Natur an und vereint die Dichte einer Flüssigkeit mit der Diffusionsfähigkeit eines Gases. Diese einzigartige Kombination macht es in der Parfumherstellung außergewöhnlich wirkungsvoll. Seine gasähnlichen Eigenschaften ermöglichen es, tief in pflanzliche Materialien einzudringen und selbst kleinste Zellstrukturen zu erreichen, während seine flüssigkeitsähnliche Dichte aromatische Verbindungen effizient löst und transportiert. Dieses Gleichgewicht ist der Grund, warum die überkritische CO₂ — Extraktion so erfolgreich darin ist, feinste Duftnuancen einzufangen.
Wird der Druck wieder abgesenkt, kehrt das CO₂ in seinen gasförmigen Zustand zurück und hinterlässt ein reines, lösungsmittelfreies Extrakt. Dieser Prozess gewährleistet nicht nur eine gründliche Extraktion, sondern bewahrt auch die Integrität des Duftes – eine wesentliche Voraussetzung für die Kreation hochwertiger Parfums.
Warum CO2 für eine saubere Extraktion ideal ist
CO₂ erweist sich dank seiner besonderen Eigenschaften und seines umweltfreundlichen Profils als ideales Lösungsmittel, um die Essenz von Düften zu bewahren. Es ist ungiftig, nicht entflammbar und chemisch inert, was bedeutet, dass es die empfindliche molekulare Struktur der extrahierten Duftstoffe nicht verändert. Von der US-amerikanischen FDA als "Generally Recognized as Safe" (GRAS) anerkannt, ist CO₂ für den Einsatz in Kosmetika und lebensmitteltauglichen Anwendungen weithin akzeptiert. Diese Eigenschaften haben es weltweit zum Lösungsmittel der Wahl für mehr als 90 % aller überkritischen Fluidextraktionen gemacht.
Ein weiterer Vorteil von CO₂ ist seine Wiederverwendbarkeit. Industrielle Systeme sind so konzipiert, dass das CO₂ nach jedem Extraktionszyklus aufgefangen und recycelt wird, wodurch das Verfahren deutlich weniger verschwenderisch ist als traditionelle Methoden, die auf petrochemische Lösungsmittel setzen und häufig eine Entsorgung erfordern. Dieses geschlossene Kreislaufsystem minimiert nicht nur Abfall, sondern unterstützt auch den Wandel der Branche hin zu mehr Nachhaltigkeit und umweltbewusstem Handeln. Wie Fanlin Zhou von der Guangzhou Xinhua University erklärt:
"Die SC — CO₂ — Extraktion steht im Einklang mit den Prinzipien der grünen Chemie und erfüllt zugleich die industriellen Anforderungen an Sicherheit, Nachhaltigkeit und hohe sensorische Qualität."
Wie die überkritische CO₂ — Extraktion in der Parfümerie funktioniert
Der Extraktionsprozess
Die überkritische CO₂ — Extraktion ist ein mehrstufiger Prozess, der Kompression, Extraktion, Trennung und Recycling umfasst. Er beginnt damit, Kohlendioxid über seinen kritischen Punkt hinaus zu erhitzen und unter Druck zu setzen – 31,1 °C und 7,38 MPa –, wodurch es zu einem überkritischen Fluid wird. In diesem Zustand zeigt CO₂ die einzigartigen Eigenschaften sowohl eines Gases als auch einer Flüssigkeit: Es kann wie ein Gas in Pflanzenzellen eindringen und wie eine Flüssigkeit ätherische Öle und Terpene lösen. Das überkritische CO₂ wird in einen Extraktionsbehälter mit botanischem Material gepumpt, wo es aromatische Verbindungen herauslöst. Sobald die Extraktion abgeschlossen ist, wird der Druck in einem Separator reduziert, wodurch das aromatische Extrakt ausfällt. Das CO₂ wird anschließend zur Wiederverwendung recycelt, was den Prozess effizient und ressourcenschonend macht.
Im September 2022 demonstrierten die Forscher Syaifullah Muhammad und Abdul Khalil von der Universitas Syiah Kuala und der Universiti Sains Malaysia die Effizienz dieser Methode, indem sie Patchouli bei 20 MPa und 80 °C (176 °F) extrahierten. Ihre Arbeit führte zu einer beeindruckenden Rohausbeute von 12,41 % Öl – deutlich mehr als die 1–3 %, die typischerweise durch Wasserdampfdestillation erzielt werden. Darüber hinaus bewahrten sie Patchoulialkohol — Konzentrationen von bis zu 53,66 %, verglichen mit nur 22,70 % in dampfdestillierten Extrakten.
Dieser fortschrittliche Ansatz steigert nicht nur die Ausbeute, sondern schützt auch das empfindliche Gleichgewicht aromatischer Verbindungen und gewährleistet so die Bewahrung authentischer Duftprofile.
Bewahrung natürlicher Duftprofile
Eines der herausragenden Merkmale der überkritischen CO₂ — Extraktion ist ihre Fähigkeit, das wahre Aroma von Botanicals zu erhalten. Da der Prozess bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen arbeitet – in der Regel zwischen 31 °C und 40 °C (88 °F bis 104 °F) –, vermeidet er die thermische Zersetzung, die bei der Wasserdampfdestillation häufig auftritt, wo Temperaturen von über 100 °C (212 °F) erforderlich sind. Diese schonende Behandlung schützt hitzeempfindliche Verbindungen wie Monoterpene, die für die Kopfnote von Düften von entscheidender Bedeutung sind.
Diese Präzision ist besonders wichtig für seltene und empfindliche Botanicals. So enthält Myrrhe beispielsweise Furanodiene, die bei hohen Temperaturen äußerst instabil sind. Die traditionelle Wasserdampfdestillation kann diese Verbindungen zerstören, während die überkritische CO₂ — Extraktion sie bewahrt, einen standardisierten Furanodien — Gehalt von 4 % erhält und sowohl Potenz als auch aromatische Integrität sicherstellt.
Die Methode ermöglicht zudem eine anpassbare Selektivität. Durch die Feinabstimmung von Druck und Temperatur können Extrakteure gezielt bestimmte Duftmoleküle isolieren und zugleich unerwünschte Bestandteile wie Wachse oder schwere Lipide ausschließen. Im April 2024 entwickelten Forscher der Karls — Universität unter der Leitung von Veronika Pilařová ein zweistufiges Verfahren, das diese Präzision eindrucksvoll zeigte. Sie verwendeten CO₂ mit einem minimalen 2%igen Ethanol — Kosolvens für 20 Minuten, um unpolare flüchtige Terpene zu isolieren, gefolgt von einem zweiten Schritt zur Extraktion polarer Verbindungen. Dieser Ansatz wurde erfolgreich an sieben verschiedenen Pflanzenarten getestet und unterstreicht seine Vielseitigkeit und Wirksamkeit.
Vorteile von überkritischem CO₂ gegenüber konventionellen Methoden
Vergleich von CO2 mit traditionellen Methoden der Parfumextraktion
Geringere Umweltbelastung
Die überkritische CO₂ — Extraktion zeichnet sich durch ihren umweltfreundlichen Ansatz aus, da sie vollständig auf gefährliche petrochemische Lösungsmittel wie Hexan, Ethanol oder Aceton verzichtet, die bekanntermaßen sowohl der menschlichen Gesundheit als auch der Umwelt schaden. Diese Methode arbeitet in einem geschlossenen Kreislaufsystem, das es ermöglicht, CO₂ kontinuierlich zurückzugewinnen und wiederzuverwenden. Interessanterweise stammt das verwendete CO₂ häufig als Nebenprodukt aus anderen industriellen Prozessen, was es zu einer noch nachhaltigeren Wahl macht. Im Gegensatz zu lösungsmittelbasierten Verfahren entstehen bei diesem Prozess keine giftigen Nebenprodukte oder Abwässer.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist der geringere Energieverbrauch. Da der kritische Punkt von CO₂ bei etwa 31,1 °C (88 °F) liegt, benötigt das Verfahren deutlich weniger Energie als Hochtemperaturtechniken wie die Wasserdampfdestillation. Diese Energieeffizienz reduziert nicht nur Abfall, sondern sorgt auch für ein saubereres und reineres Endextrakt.
Höhere Reinheit und Duftqualität
Eines der bemerkenswertesten Merkmale der überkritischen CO₂ — Extraktion ist ihre Fähigkeit, ein vollkommen reines Extrakt ohne jegliche chemische Rückstände zu hinterlassen. Im Vergleich dazu müssen hexanbasierte Verfahren sicherstellen, dass die Restlösungsmittelwerte unter 1 Teil pro Million bleiben, um Kontaminationen zu vermeiden.
Der Prozess schafft zudem eine schonende, sauerstofffreie Umgebung, die für den Erhalt des natürlichen Aromas von Botanicals entscheidend ist. Das steigert nicht nur die Fülle und Authentizität des Duftes, sondern verlängert auch die Haltbarkeit des Extrakts. So zeigte eine Studie zu Patchouli, dass die überkritische CO₂ — Extraktion beeindruckende 38,70 % Patchoulialkohol bewahrte, verglichen mit nur 22,70 % in dampfdestillierten Extrakten. Dies belegt ihre Fähigkeit, ein volleres und lebendigeres Duftprofil zu erzeugen.
Vergleichstabelle: CO₂ vs. konventionelle Methoden
Hier ein Überblick darüber, wie sich die überkritische CO₂ — Extraktion im Vergleich zu anderen konventionellen Methoden behauptet:
| Faktor | Überkritisches CO₂ | Hexanbasierte Extraktion | Ethanolextraktion | Wasserdampfdestillation |
|---|---|---|---|---|
| Lösungsmitteltyp | Natürliches CO₂ (ungiftig) | Petrochemisch (toxisch) | Organischer Alkohol (entzündlich) | Wasser/Dampf |
| Temperatureinfluss | Niedrig (ca. 31,1 °C/88 °F); bewahrt flüchtige Stoffe | Mittel; erfordert Lösungsmittelrückgewinnung | Mittel; erfordert Verdampfung | Hoch; kann hitzeempfindliche Duftstoffe schädigen |
| Rückstände | Keine (CO₂ verdampft) | Mögliche chemische Spuren | Mögliche Spuren | Keine (wasserbasiert) |
| Ökologischer Fußabdruck | Niedrig; CO₂ wird recycelt | Hoch; erzeugt gefährliche Abfälle | Mittel; VOC — Emissionen | Niedrig/Mittel; hoher Energieverbrauch |
| Extraktreinheit | Sehr hoch | Variabel; kann weitere Reinigung erfordern | Variabel | Hoch (kann jedoch schwerere Moleküle vermissen lassen) |
| Selektivität | Hoch (über Druck steuerbar) | Niedrig | Mittel | Niedrig |
Diese Tabelle unterstreicht die überlegene Leistungsfähigkeit der überkritischen CO₂ — Extraktion in zahlreichen Bereichen – von Umweltaspekten bis hin zu Extraktqualität und Reinheit.
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Try Your First MonthForschung und industrielle Anwendungen in der Parfümerie
Aktuelle Studien zur CO₂ — Extraktion
Wissenschaftliche Fortschritte unterstreichen weiterhin die Vorteile der überkritischen CO₂ — Extraktion bei der Bewahrung der wahren Essenz natürlicher Düfte. So zeigte eine im September 2022 veröffentlichte Studie von Forschern der Universitas Syiah Kuala und der Universiti Sains Malaysia, dass die CO₂ — Extraktion im Vergleich zur Wasserdampfdestillation eine höhere Ausbeute und Reinheit von Patchouliöl liefert. Besonders bemerkenswert ist, dass sie Patchoulialkohol hervorragend bewahrt – jene Verbindung, die Patchouli sein geschätztes, erdiges Aroma verleiht.
In einer weiteren bedeutenden Entwicklung führten Forscher der Karls — Universität im April 2024 eine zweistufige Methode der überkritischen Fluidextraktion (SFE) ein. Dieser Ansatz isoliert zunächst flüchtige Terpene aus Pflanzen und extrahiert anschließend polare Verbindungen wie Flavonoide. Durch die präzise gezielte Gewinnung aromatischer Moleküle zeigt diese Methode die Effizienz und Vielseitigkeit der CO₂ — Extraktion und ebnet den Weg für praktische Anwendungen in der Industrie.
Beispiele und Anwendungen aus der Industrie
Diese wissenschaftlichen Durchbrüche finden bereits konkrete Anwendung, da Branchenführer die überkritische CO₂ — Extraktion zunehmend übernehmen. Ein bemerkenswertes Beispiel ist SFE Process, ein französisches Technologieunternehmen, das einen tragbaren CO₂ — Extraktor namens "SIY" (Scent It Yourself) entwickelt hat. Diese mobile Einheit ermöglicht es Parfum — Sourcern, die Essenz frischer Pflanzen direkt vor Ort einzufangen und so die Zersetzung zu verhindern, die während des Transports häufig auftritt. Laut dem Unternehmen bewahrt diese Methode die olfaktorischen Qualitäten der Rohstoffe "so nah wie möglich an denen natürlicher Quellen".
Diese Technologie erweist sich insbesondere bei empfindlichen Botanicals wie Jasmin, Flieder, Holunderblüte und Ringelblume als äußerst wirkungsvoll – Blüten, die mit traditioneller Wasserdampfdestillation bekanntermaßen nur schwer zu verarbeiten sind. Die überkritische CO₂ — Extraktion bewahrt ihre authentischen Duftprofile, ohne sie schädigender Hitze auszusetzen.
Über die Gewinnung ätherischer Öle hinaus nutzen Hersteller die CO₂ — Extraktion auch für Fixateurstoffe wie Myrrhe. Diese auf 4 % Furanodiene standardisierten Extrakte tragen dazu bei, die Verdunstungsrate zu reduzieren und die Stabilität von Parfums zu erhöhen. Dieser Wandel verbessert nicht nur die Produktqualität, sondern steht auch im Einklang mit der Entwicklung der Branche hin zu nachhaltigeren Verfahren, indem die Abhängigkeit von petrochemischen Lösungsmitteln verringert wird. Mit inzwischen mehr als 150 industriellen SFE — Anlagen weltweit ist die überkritische CO₂ — Extraktion nicht länger experimentell – sie entwickelt sich zum Standard moderner Parfumproduktion.
Zukünftige Entwicklungen und Auswirkungen auf die Branche
CO₂ — Technologie zugänglicher machen
Die überkritische CO₂ — Extraktion war aufgrund der hohen Anlagenkosten traditionell großen Betrieben vorbehalten. Doch das beginnt sich zu ändern. Hersteller entwickeln inzwischen effizientere Systeme, etwa den tragbaren Extraktor SIY von SFE Process. Dieses innovative Gerät ermöglicht es Parfumkreatoren, frische botanische Essenzen direkt vor Ort zu gewinnen, wodurch permanente Fabrikanlagen überflüssig werden.
Fortschritte in der mathematischen Modellierung helfen zudem, den Prozess zu optimieren. Durch die Vorhersage optimaler Ausbeuten verringern diese Modelle den Bedarf an kostspieligen Pilotversuchen. So nutzten Forscher im Oktober 2025 die Response — Surface — Methodik, um die Extraktionsbedingungen – 25 MPa, 50 °C und eine Durchflussrate von 8 L/h – fein abzustimmen, erreichten eine Ausbeute von 1,12 % Phoenix — Dancong — Teeöl und senkten zugleich den Energieverbrauch. Diese Fortschritte machen die Technologie zugänglicher und energieeffizienter und ebnen den Weg für breitere ökologische Anwendungen, die im nächsten Abschnitt näher beleuchtet werden.
Weniger Einsatz petrochemischer Lösungsmittel
Ein wesentlicher Vorteil der überkritischen CO₂ — Extraktion ist ihre Fähigkeit, die Abhängigkeit von petrochemischen Lösungsmitteln wie Hexan zu reduzieren. Im Gegensatz zu traditionellen Lösungsmitteln, die oft zusätzliche Trennschritte erfordern und Rückstände hinterlassen können, kehrt CO₂ nach der Extraktion auf natürliche Weise in den gasförmigen Zustand zurück. Dadurch entfallen chemische Abfälle und der Energiebedarf sinkt.
Der Aufstieg der "Grünen Analytischen Chemie" beschleunigt die Einführung zusätzlich. Neue Protokolle optimieren inzwischen die Menge an Kosolventen und ermöglichen so die Erfassung eines breiteren Spektrums an Verbindungen in einem einzigen Durchlauf. Das macht mehrere Extraktionsstufen überflüssig und spart sowohl Zeit als auch Ressourcen. Solche Fortschritte sind besonders bedeutend für die Verarbeitung seltener und empfindlicher Botanicals, die eine besonders behutsame Behandlung erfordern.
Extraktion seltener und empfindlicher Botanicals
Die überkritische CO₂ — Extraktion eröffnet neue Möglichkeiten für die Verarbeitung hitzeempfindlicher Botanicals. Da sie bei Temperaturen zwischen 35–55 °C (95–131 °F) arbeitet, vermeidet diese Methode die thermische Zersetzung, die bei traditioneller Wasserdampfdestillation auftritt, welche oft 100 °C (212 °F) oder mehr erreicht. Blüten wie Jasmin, Flieder, Holunderblüte und Tuberose, die unter starker Hitze dazu neigen, ihre einzigartigen Duftprofile zu verlieren, lassen sich nun deutlich besser bewahren. Wie Kershen Teo von Prosody London erklärt:
"Der Unterschied bei CO₂-extrahierten Stoffen ist fast immer deutlich dreidimensionaler und nahezu zu 100 % der echten Blüte treu."
Diese Präzision ist besonders wertvoll für seltene Harze und Botanicals mit fragilen Verbindungen. So können Hersteller heute standardisierte Myrrhenextrakte mit bioaktiven Profilen – etwa 4 % Furanodienen – herstellen, die unter herkömmlichen wärmebasierten Methoden sonst zerfallen würden. Indem diese empfindlichen Moleküle bewahrt werden, erhalten Parfümeure Zugang zu einer breiteren und authentischeren Palette natürlicher Rohstoffe, was die Kreation reichhaltigerer und nuancierterer Düfte ermöglicht.
Jeder dieser Fortschritte unterstreicht die transformative Rolle der überkritischen CO₂ — Extraktion bei der Neugestaltung einer umweltfreundlichen Parfümerie und eröffnet sowohl nachhaltige als auch kreative Möglichkeiten.
Fazit
Die überkritische CO₂ — Extraktion verändert die Art und Weise, wie Parfums hergestellt werden, grundlegend und bietet ein Verfahren, das umweltbewusste Praktiken mit außergewöhnlicher Duftqualität verbindet. Dieser Ansatz erfasst empfindliche aromatische Verbindungen, die durch traditionelle Techniken beeinträchtigt werden könnten, und führt so zu Düften mit größerer Tiefe und Authentizität.
Neben ihren technischen Stärken bringt diese Methode bemerkenswerte ökologische und wirtschaftliche Vorteile mit sich. Durch den Verzicht auf petrochemische Lösungsmittel wie Hexan wird sichergestellt, dass keinerlei chemische Rückstände zurückbleiben. Da CO₂ nach dem Extraktionsprozess auf natürliche Weise wieder gasförmig wird, kann es innerhalb des Systems effizient recycelt werden, was Abfall und Energieverbrauch minimiert. Damit ist diese Methode ein wesentlicher Baustein der Clean — Beauty — Bewegung, in der Transparenz und Nachhaltigkeit hoch geschätzt werden. Wirtschaftlich liefert der Prozess höhere Ausbeuten und reinere Extrakte, wodurch mit weniger Rohmaterial bessere Resultate erzielt werden – ein Gewinn für Effizienz und Kosteneinsparung gleichermaßen.
Da portable Systeme und verfeinerte Protokolle immer verfügbarer werden, wird die Einführung dieser Technologie zunehmend einfacher. Parfümeure können nun seltene und hitzeempfindliche Botanicals erschließen, kreative Möglichkeiten entfalten und zugleich nachhaltigen Praktiken treu bleiben.
FAQs
Was macht die überkritische CO2 — Extraktion zu einem Wendepunkt für die Parfumherstellung?
Die überkritische CO₂ — Extraktion hat die Art und Weise, wie Parfums kreiert werden, transformiert, indem sie eine sanfte und zugleich wirkungsvolle Methode zur Gewinnung von Duftölen bietet. Dank niedriger Temperaturen hinterlässt dieses Verfahren keinerlei Lösungsmittelrückstände und gewährleistet so die Reinheit des Endprodukts. Besonders beeindruckend ist, wie es empfindliche flüchtige Verbindungen bewahrt, sodass die Extrakte dem natürlichen Duft der ursprünglichen Pflanze treu bleiben.
Über die Reinheit hinaus erfasst diese Methode ein breiteres Spektrum an Aromamolekülen, wodurch Düfte mit tieferen und komplexeren Profilen entstehen. Zugleich ist sie ein umweltbewussterer Ansatz, der Nachhaltigkeit mit der Kreation von Parfums in Premiumqualität verbindet, welche die Essenz natürlicher Ingredienzen ehren.
Warum gilt die CO2 — Extraktion als umweltfreundlicher als traditionelle Methoden?
Die CO₂ — Extraktion gilt oft als die sauberere Wahl, weil sie auf einem geschlossenen Kreislaufsystem basiert. Dieses System recycelt das CO₂, reduziert Abfall und vermeidet den Einsatz schädlicher organischer Lösungsmittel. Dadurch hilft es, Umweltverschmutzung zu begrenzen und gefährliche Nebenprodukte zu vermeiden.
Darüber hinaus wird das in diesem Prozess verwendete CO₂ häufig aus der Atmosphäre abgeschieden. Das bedeutet, dass es den gesamten Treibhausgasgehalt nicht erhöht und somit eine nachhaltigere Wahl darstellt. Branchen wie die Parfumherstellung profitieren von diesem Ansatz, da er mit ihren Bemühungen übereinstimmt, die Umweltbelastung zu verringern.
Eignet sich die überkritische CO₂ — Extraktion für alle in der Parfümerie verwendeten Botanicals?
Die überkritische CO₂ — Extraktion ist eine vielseitige Technik und besonders wirksam bei Botanicals mit robusteren Verbindungen. Dennoch hat sie auch ihre Grenzen. Bei hitzeempfindlichen Materialien kann der Prozess Veränderungen verursachen oder ihre feinen Bestandteile sogar abbauen. Daher ist sie nicht für jede Rohzutat in der Parfümerie die ideale Lösung.
Dennoch überzeugt diese Methode durch ihre Fähigkeit, reine, hochwertige Extrakte zu erzeugen und zugleich umweltbewusst zu sein. Ihre Rolle bei der Förderung nachhaltiger Praktiken in der Duftproduktion hat sie zu einer bedeutenden Entwicklung innerhalb der Branche gemacht.







