Nachhaltige Verpackungen funktionieren nur dann, wenn Konsumenten wissen, was als Nächstes zu tun ist. In der Welt der Düfte bedeutet das: Marken müssen mehr tun, als lediglich nachfüllbare Flakons oder leichteres Glas anzubieten. Sie müssen ihren Kunden zeigen, wie jeder einzelne Bestandteil der Verpackung nachgefüllt, getrennt, zurückgegeben oder weiterverwendet wird.
Die Kernaussagen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Beim Verhalten ansetzen, nicht nur beim Design
- Refill- und Rückgabesysteme intuitiv und einfach gestalten
- Präzise Aussagen statt vager Öko — Floskeln verwenden
- Hinweise zur Entsorgung direkt auf der Verpackung und online abbilden
- Relevante Kennzahlen wie Refill — Raten, QR — Scans und Rückgaben erfassen
Einige Zahlen verdeutlichen die Ausgangslage:
- In Deutschland werden rund 69–71% der Verpackungsabfälle recycelt
- Der EU — Durchschnitt liegt bei etwa 55%
- Dior berichtete, dass ein Flakon in Kombination mit einem 300 ml — Refill zu 60% weniger Energieverbrauch, 62% weniger Abfall und 53% weniger Wasserverbrauch führte – im Vergleich zum Kauf von vier 100 ml — Flakons
- 53% der Umweltaussagen in der EU wurden als vage, irreführend oder unbegründet eingestuft
- 44% der Konsumenten gaben an, grünen Produktinformationen nicht zu vertrauen
Der entscheidende Punkt ist simpel: Möchte ein Dufthaus Verpackungsabfälle nachhaltig reduzieren, muss es die Kunden bei jedem Schritt begleiten – von der Produktdetailseite über das Unboxing bis hin zum Nachfüllen und Entsorgen. In Deutschland erfordert dies oft präzise Hinweise zur Trennung in Altglas, Altpapier und Gelber Sack/Gelbe Tonne sowie unmissverständliche Nachfüllanleitungen, die sofort ins Auge fallen und mühelos umsetzbar sind.
Schritt 1: Die Customer Journey entlang der Verpackungs — Touchpoints analysieren
Marken treffen fundiertere Entscheidungen für nachhaltige Verpackungen, wenn sie genau wissen, an welchen Stellen die Verpackung das Kundenverhalten beeinflusst. Der direkteste Weg zu dieser Erkenntnis führt über die Abbildung der gesamten Customer Journey: von der Recherche und der Entdeckung des Dufts über das Auspacken, die tägliche Nutzung und das Nachfüllen bis hin zur Entsorgung. Daher ist die Customer Journey der ideale Ausgangspunkt.
Ermitteln, wo Verpackungen Entscheidungen prägen
Eine Customer Journey Map umfasst üblicherweise folgende Kontaktpunkte:
- Recherche vor dem Kauf
- Produktdetailseite oder Präsentation im Store
- Checkout und Lieferung
- Unboxing und erste Anwendung
- Tägliche Nutzung und Aufbewahrung
- Nachfüllen (Refill)
- Entsorgung / Lebenszyklusende
Eine kurze Analyse zeigt schnell auf, an welchen Stellen nachhaltige Verpackungskonzepte den Konsumenten derzeit noch zu viel abverlangen.
Für Kunden in Deutschland spielen präzise Entsorgungshinweise eine entscheidende Rolle. Bestandteile aus Glas, Karton und Kunststoff müssen häufig getrennten Entsorgungswegen zugeführt werden: Glascontainer, Papier und Gelber Sack/Gelbe Tonne.
| Phase der Journey | Zentrale Entscheidung des Konsumenten | Häufige Lücke im deutschen Markt |
|---|---|---|
| Produktdetailseite / Store | Ist der Flakon nachfüllbar? Rechtfertigt der Preis den Kauf? Sind die Nachhaltigkeitsaussagen glaubwürdig? | Keine genaue Materialaufschlüsselung, vage Öko — Formulierungen |
| Checkout / Lieferung | Wird die Bestellung abfallarm und umweltschonend versendet? | Keine Auswahlmöglichkeit bei der Verpackung oder fehlende Hinweise |
| Unboxing | Ist die reduzierte Verpackung bewusst gewählt? Wo wird welches Element entsorgt? | Keine Piktogramme zur Mülltrennung oder fehlende deutschsprachige Hinweise |
| Tägliche Nutzung | Sollte ich diesen Flakon zum Nachfüllen behalten? | Kein Refill — Hinweis direkt auf dem Flakon |
| Moment des Nachfüllens | Wo kann ich nachfüllen? Ist der Preis pro ml günstiger? | Kein digitaler oder stationärer Refill — Locator vorhanden |
| Entsorgung / Lebenszyklusende | In welche Tonne gehören Glas, Pumpe, Verschlusskappe und Umkarton? | Keine komponentengenauen Trennanweisungen |
Präzise Hinweise direkt an den Entscheidungspunkten integrieren
Sobald diese Lücken identifiziert sind, ist die Lösung oft bemerkenswert unkompliziert. Kurze, prägnante Anweisungen sind fast immer wirkungsvoller als lange Absätze über Nachhaltigkeit. Ein dezenter Hinweis auf dem Flakonboden wie Flakon nachfüllbar – bitte behalten Sie die Flasche, ergänzt um das englische Pendant, beseitigt Zweifel unmittelbar im Moment der Nutzung.
QR — Codes bieten zudem die Möglichkeit, Anleitungen zur Wiederverwendung und Entsorgung direkt auf die Verpackung zu bringen. Im Rahmen der europäischen Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) müssen diese Angaben klar, sichtbar und dauerhaft angebracht sein. Ein QR — Code auf dem Flakonboden oder auf der Innenseite der Schatulle kann auf eine Seite führen, auf der Konsumenten ihre Postleitzahl eingeben, um sofort die passenden Trennvorgaben ihrer Region einzusehen.
Sind diese Reibungspunkte erst einmal ausgeräumt, können Dufthäuser Refill- und Rücknahmesysteme etablieren, die von den Kunden auch mit Freude genutzt werden.
Schritt 2: Refill-, Rückgabe- und Mehrwegsysteme schaffen, die wirklich genutzt werden
Nachdem die Hürden der Verpackung analysiert wurden, folgt der nächste logische Schritt: die Wahl eines Mehrwegmodells, das Kunden nicht nach dem ersten Versuch wieder verwerfen.
Das passende Modell wählen: Refill, Rücknahme oder Kennenlerngrößen
Es gibt kein universelles Konzept, das für jedes Luxusparfum gleichermaßen funktioniert. Die richtige Entscheidung hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: wie viel Aufwand die Kundschaft bereit ist zu betreiben und wie viel logistischen Aufwand das Haus operativ bewältigen kann.
| Interaktionsmodell | Aufwand für Konsumenten | Luxus — Passung | Ökologischer Nutzen | Aufwand für die Marke |
|---|---|---|---|---|
| Nachfüllbare Flakons (für zu Hause) | Moderat | Hoch | Hoch | Moderat |
| Refill — Stationen im Store | Hoch | Sehr hoch | Hoch | Sehr hoch |
| Rücknahmeprogramme (Take — Back) | Moderat | Moderat | Hoch | Hoch |
| Discovery Decants (2 ml–8 ml) | Sehr gering | Moderat | Hoch | Moderat |
In Deutschland sind Nachfüllpackungen im Alltag bereits etablierter als vollständig wiederbefüllbare Produkte. Das erleichtert es, Konsumenten für Formate mit geringem Eigenaufwand zu gewinnen. Das ist entscheidend: Empfinden Kunden den Ablauf als umständlich, geraten selbst die wohlüberlegtesten Systeme ins Stocken.
Eine einfache Orientierung:
- Refills eignen sich ideal für Kunden, die ihren Signature — Duft bereits kennen und lieben.
- Rücknahmeprogramme sprechen Käufer an, die bereit sind, leere Verpackungen abzugeben, sofern der Rückversand oder die Abgabe unkompliziert ist.
- Discovery — Formate vermeiden Abfall von Beginn an, da sie das Testen ermöglichen, bevor in einen großen Flakon investiert wird.
Klare Anreize setzen, die nachhaltiges Handeln attraktiv machen
Die umweltfreundlichere Option muss sich wie die naheliegende, mühelose Wahl anfühlen – und sie sollte einen spürbaren Mehrwert bieten.
Ein transparentes Guthaben in Euro für zurückgegebene Flakons funktioniert hervorragend, insbesondere wenn es an das vertraute Pfand — Prinzip anknüpft. Konsumenten in Deutschland verstehen Pfandsysteme intuitiv. Dieses gelernte Muster sorgt dafür, dass der Wert der Aktion unmittelbar verstanden wird.
Treuepunkte können ebenfalls wirksam sein, vorausgesetzt, sie lassen sich zeitnah in spürbare Vorzüge ummünzen. Müssen Kunden über Monate hinweg Punkte sammeln, nur um einen kleinen Nachlass zu erhalten, verliert das System schnell an Attraktivität.
Im Luxussegment empfiehlt es sich, nachhaltiges Engagement so zu honorieren, dass es nicht an profane Haushaltsroutinen erinnert. Denken Sie an einen exklusiven Vorabzugang zu limitierten Refill — Editionen oder an Vorzugspreise für Clubmitglieder beim Kauf von Nachfüllungen. Auf diese Weise bleibt das erlesene Erlebnis gewahrt, während gleichzeitig ein bewusster Konsum gefördert wird.
Wie Scento Abfallvermeidung und bewussten Konsum fördert

Scento ist ein Händler für Parfümabfüllungen und -proben, und jedes Produkt ist als einmaliger Kauf ganz ohne Abonnement erhältlich. Scento+ ist die optionale Mitgliedschaft von Scento: Der Monatsbeitrag kommt vollständig als Guthaben zurück, einlösbar auf jedes Parfum, Mitglieder erhalten 10% Rabatt, eine Gratisprobe zu jeder Bestellung, alle sechs Monate ein kostenloses Parfum und ein Geburtstagsgeschenk, und pausieren oder kündigen können Sie jederzeit. Diese Flexibilität gibt Duftliebhabern die Möglichkeit, ein Parfum in aller Ruhe zu testen, bevor sie sich für einen großen Flakon entscheiden.
Es ist ein subtiler Schritt mit großer Wirkung: Wer zunächst in kleineren Mengen testet, verhindert Fehlkäufe – und damit das Entstehen von Verpackungsabfall durch ungenutzte Flakons, die am Ende im Regal verstauben.
Steht das Konzept fest, gilt es für Marken, die Funktionsweise direkt auf der Verpackung und online transparent darzustellen.
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Finden Sie Ihren DuftSchritt 3: Verpackungslösungen auf dem Produkt und online klar kommunizieren
Umweltaussagen auf Verpackungen: Vage vs. Präzise – Was überzeugt und warum
Sobald ein Kreislaufsystem implementiert ist, folgt die wichtigste Kommunikationsaufgabe: präzise informieren und Fakten liefern.
Dieser Aspekt ist weitaus bedeutsamer, als viele Marken annehmen. Eine EU — Studie zeigte, dass 53% aller grünen Werbeaussagen vage, irreführend oder unbegründet sind; zudem gaben 44% der Konsumenten an, Umweltangaben auf Produkten und in Werbeanzeigen zu misstrauen. Bleibt die Kommunikation schwammig, wissen die Kunden nicht, wie sie die Verpackung handhaben sollen. Schlimmer noch: Sie sprechen der Marke jede Glaubwürdigkeit ab.
Vage Öko — Floskeln durch spezifische, überprüfbare Angaben ersetzen
Kunden wünschen sich unmissverständliche Orientierung. Sie müssen genau wissen:
- was nachfüllbar ist
- was recycelt werden kann
- welches Teil in welchen Behälter gehört
Allgemeine Umweltfloskeln leisten das nicht. Im Rahmen der kommenden Green Claims Directive der EU müssen generische Umweltbehauptungen durch belastbare Nachweise und, wo erforderlich, anerkannte Zertifizierungen untermauert werden.
Verzichten Sie daher auf pauschale Schlagworte und benennen Sie stattdessen das konkrete Material, das betreffende Bauteil und den genauen Prozentsatz. Zum Beispiel:
Flakon hergestellt aus 30 % Post — Consumer — Recyclingglas (PCR).
Kartonage aus 100 % FSC-zertifiziertem Papier aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern.
Dieser 50-ml — Flakon kann in unseren Stores über unser Refill — System nachgefüllt werden.
Dieses Maß an Präzision schafft Klarheit darüber, worauf sich das Versprechen genau bezieht. Es verhindert zudem einen häufigen Fehler: die Verwechslung von Recyclinganteil und Recyclingfähigkeit. Dabei handelt es sich um zwei grundlegend verschiedene Aspekte; der Geltungsbereich muss eindeutig definiert sein, damit Konsumenten wissen, welcher Bestandteil gemeint ist.
Ebenso essenziell ist der Hinweis darauf, was eine Verpackung nicht leisten kann. In den standardmäßigen deutschen Wertstoffkreisläufen können Zerstäuberpumpe und Verschlusskappe meist nicht recycelt werden. Das sollte offen kommuniziert werden: Pumpkopf und Kappe in den Restmüll. Das Verschweigen solcher Details kann bereits als irreführend gewertet werden.
Hinweise zu Entsorgung und Refill dort platzieren, wo sie wahrgenommen werden
Die treffende Formulierung ist nur die halbe Miete. Ebenso entscheidend ist die Platzierung. Geht ein Hinweis in mikroskopisch kleinem Text auf der Unterseite unter, verfehlt er seine Wirkung vollständig.
Der Flakonboden eignet sich ideal für kurze, symbolgestützte Hinweise. Ein Glassymbol neben Altglas und ein entsprechendes Zeichen neben Restmüll bieten schnelle Orientierung. Die Seitenlasche oder -fläche der Schatulle bietet mehr Raum – der perfekte Ort für eine vollständige Entsorgungsanleitung mit genauen Maßangaben, etwa: Entsorgung: Flakon (50 ml) im Altglascontainer, Karton im Altpapier, Pumpe in den Restmüll. Die Innenlasche des Deckels wiederum ist der ideale Platz für Refill — Informationen, zum Beispiel: Unser 50-ml — Flakon ist nachfüllbar. Bitte bringen Sie den leeren Flakon in unseren Store oder nutzen das Online — Refill — System.
Im digitalen Bereich gilt derselbe Grundsatz. Die Produktdetailseite sollte die Angaben von der Verpackung aufgreifen und vertiefen. Ein kompakter Bereich unter der Überschrift Verpackung & Entsorgung mit übersichtlichen Aufzählungspunkten für jede Komponente schafft Vertrauen. Eine eigens eingerichtete Landingpage zum Thema Packaging & Refills kann Materialnachweise, Entsorgungswege und Store — Finder bündeln – direkt erreichbar über QR — Codes auf der Verpackung. Die europäischen Verbraucherschutzrichtlinien machen diesbezüglich klare Vorgaben: Aufklärende Informationen und Anleitungen müssen am Point of Sale gut sichtbar sein und dürfen nicht im Kleingedruckten versteckt werden.
Konkrete Einsparungen beziffern statt Marketing — Hype betreiben
An diesem Punkt geraten viele Marken in die Irre. Pauschale Parolen wie Refills retten den Planeten oder 100 % recycelbare Verpackung ohne Einschränkung oder Nachweis sind genau die Art von Behauptungen, die Aufsichtsbehörden zunehmend streng ahnden.
Der überzeugendere Weg liegt in Aussagen, die spezifisch, vergleichend und messbar formuliert sind.
Für ein Nachfüllsystem könnte dies wie folgt lauten:
Ein 50-ml — Refill spart durchschnittlich 70 g Glas im Vergleich zum Neukauf eines Flakons - basierend auf internen Messungen, Stand: 2026.
Oder bezogen auf die wiederholte Nutzung über ein ganzes Jahr:
Sie reduzieren Ihren Glasverbrauch um rund 140 g pro Jahr im Vergleich zum Kauf von zwei neuen Flakons.
Solche Aussagen überzeugen, weil sie den Kunden greifbare Fakten liefern. Das Format ist klar definiert, das eingesparte Gewicht lässt sich nachvollziehen und die Datenbasis ist offengelegt.
| Art der Aussage | Formulierungsbeispiel | Warum es funktioniert / nicht funktioniert |
|---|---|---|
| Recyclinganteil | Flakon enthält 40 % Post — Consumer — Recyclingglas. Berechnet auf Basis des Gesamtglasgewichts des 50-ml — Flakons. | Überzeugend: Nennt Prozentsatz, Herkunft und genaue Bezugsgröße. |
| Recyclinganteil | Nachhaltiger Glasflakon | Nicht überzeugend: Vage - lässt völlig offen, was daran nachhaltig ist oder worin der Vorteil besteht. |
| Refill — Effekt | Ein 100-ml — Refill spart durchschnittlich 120 g Glas im Vergleich zum Neukauf eines Flakons, basierend auf internen Messungen 2026. | Überzeugend: Quantifiziert, vergleichend dargestellt, datiert und auf eine konkrete Größe bezogen. |
| Refill — Effekt | Refills retten den Planeten | Nicht überzeugend: Unbelegbar und übertrieben - verstößt gegen die EU — Leitlinien zu überzogenen Umweltaussagen. |
| Recyclingfähigkeit | Flakon aus Glas – recycelbar über deutsche Altglascontainer. Pumpkopf und Kappe – Restmüll. | Überzeugend: Differenziert die einzelnen Komponenten und bietet praxisnahe Anleitung für bestehende Entsorgungssysteme. |
| Recyclingfähigkeit | 100 % recycelbare Verpackung (ohne weitere Spezifizierung) | Nicht überzeugend: Suggeriert fälschlicherweise, dass alle Teile von realen Sammelsystemen vollständig recycelt werden können. |
Wenn Aussagen präzise, sichtbar platziert und mit belegbaren Zahlen hinterlegt sind, lässt sich im nächsten Schritt mühelos nachvollziehen, ob Konsumenten den Empfehlungen in der Praxis tatsächlich folgen.
Schritt 4: Das Engagement messen und das Konzept kontinuierlich optimieren
Sobald die Hinweise auf dem Produkt und online verfügbar sind, geht es an die Erfolgskontrolle: Nutzen die Kunden die Angebote wirklich?
Relevante Handlungen erfassen, die echte Beteiligung belegen
Konzentrieren Sie sich auf konkrete Handlungen statt auf eine schwer messbare Markenbekanntheit. Über alle Verpackungs-, Retail- und digitalen Touchpoints hinweg sind die aussagekräftigsten Kennzahlen: Refill — Nutzungsrate, Nachfüllfrequenz, Zeitspanne bis zum ersten Nachfüllen, Rücklaufquote, Kanalverteilung und wiederkehrende Bestellungen. Ebenso aufschlussreich ist die Erfassung von wiederholten Refill — Käufen sowie die Conversion — Rate von der Probiergröße zum Full — Size — Flakon.
An den digitalen Kontaktpunkten lohnt sich der Blick auf QR — Code — Scans auf der Verpackung sowie auf Klicks zu Nachhaltigkeits- und Entsorgungsseiten aus Bestellbestätigungen heraus. Begnügen Sie sich jedoch nicht mit dem bloßen Scan. Analysieren Sie, was danach geschieht: Sehen sich die Kunden das Refill — Tutorial an, fordern sie ein Rücksendeetikett an oder lösen sie einen Treuebonus ein? Die Nutzung von QR — Codes auf Verpackungen verzeichnete 2025 ein Wachstum von 44 % im Jahresvergleich, und 60 % der Konsumenten scannten Codes, um vor dem Kauf Produktinformationen abzurufen.
Bieten Sie Abfüllungen in Größen wie 2 ml, 5 ml oder 8 ml an, sollten Sie unbedingt die Conversion von diesen Kennenlerngrößen zum regulären Flakon nachverfolgen.
Kundenfeedback nutzen, um Hürden abzubauen und das Erlebnis zu verfeinern
Beginnen Sie mit quantitativen Verhaltensdaten. Nutzen Sie anschließend qualitatives Feedback, um zu verstehen, an welchen Stellen der Prozess noch nicht nahtlos funktioniert.
Kurze Befragungen leisten hier wertvolle Dienste. Versenden Sie 2–7 Tage nach der Lieferung einen kompakten Fragebogen mit 3–5 Fragen, um Reibungspunkte frühzeitig aufzudecken. Erkundigen Sie sich, ob die Entsorgungshinweise verständlich waren und was den Rückgabeprozess möglicherweise erschwert hat.
Auch Anfragen an den Kundenservice liefern wertvolle Erkenntnisse. Häufen sich die Fragen dazu, ob eine Pumpe recycelbar ist, wo man einen leeren Flakon zurückgeben kann oder wie das Nachfüllen im Detail funktioniert, handelt es sich nicht um Einzelfälle. Es ist ein deutliches Signal für Informationslücken auf der Verpackung oder im Online — Auftritt. Kategorisieren Sie diesen Support — Bedarf nach Schwerpunkten, wie etwa:
- Unklarheiten bei der Entsorgung
- Handhabung des Refill — Mechanismus
- Ablauf und Logistik der Rückgabe
Werten Sie diese Themen monatlich aus, um wiederkehrende Muster zu erkennen und gezielte Verbesserungen abzuleiten. Wird eine Anpassung vorgenommen, dokumentieren Sie diese mit einem eindeutigen Datum – wie dem 12.08.2026 –, damit das gesamte Team nachvollziehen kann, was aus welchen Gründen optimiert wurde.
Fazit: Was Kundenbindung bei nachhaltigen Verpackungen wirklich erfolgreich macht
Identifizieren Sie die Kontaktpunkte, an denen Verpackungen Kauf- und Nutzungsgewohnheiten prägen. Entwickeln Sie Refill- und Rückgabesysteme, die Kunden ohne Hürden und Rätselraten nutzen können. Setzen Sie auf Aussagen, die präzise und mühelos überprüfbar sind. Und messen Sie kontinuierlich, wie gut das System im Alltag funktioniert.
Messen, zuhören, optimieren, dokumentieren: Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem gelebten Mehrwegsystem und einem bloßen Marketingversprechen. Eine nachhaltige Verpackung entfaltet ihre Wirkung erst dann, wenn Konsumenten sie verstehen, intuitiv handhaben und langfristig nutzen.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wie können Marken das Nachfüllen so unkompliziert wie möglich gestalten?
Marken gelingt ein müheloses Nachfüllerlebnis, wenn sie zwei Aspekte in den Mittelpunkt stellen: einfache Anwendung und eine saubere Handhabung.
Systeme mit Direktventil — Mechanismen ermöglichen es beispielsweise, Nachfüllkartuschen direkt und passgenau auf den Flakon aufzusetzen. Das verhindert Kleckern und sorgt für einen reibungslosen, eleganten Ablauf. Innovative Ventile oder Sensoren können den Durchfluss zudem automatisch stoppen, sobald der Flakon gefüllt ist – für ein stets makelloses Ergebnis ohne Produktverlust.
Einsatzbereite Drop-in — Refills perfektionieren dieses luxuriöse Erlebnis: kein Tropfen, kein Rätselraten und keine Verschwendung kostbarer Essenz. Integrierte NFC — Chips gehen noch einen Schritt weiter, indem sie direkt mit Smartphone — Anleitungen oder Erinnerungen zum Nachbestellen verknüpfen – so gestaltet sich der gesamte Ablauf intuitiv und luxuriös zugleich.
Welche Umweltaussagen auf Verpackungen sind wirklich glaubwürdig?
Aussagen zur Nachhaltigkeit von Verpackungen überzeugen dann, wenn Marken sie mit transparenten Daten oder unabhängigen Zertifizierungen wie COSMOS, Ecocert oder Fair for Life belegen können. Dies besitzt weit mehr Aussagekraft als allgemeine Begriffe wie grün oder natürlich, die zwar ansprechend klingen, aber substanzlos bleiben.
Eine Aussage wirkt vor allem dann glaubhaft, wenn sie sich auf messbare und überprüfbare Kriterien stützt, wie etwa:
- nachweisbare Recyclingfähigkeit
- ein verringerter CO₂ — Fußabdruck durch Refill — Lösungen
- der Einsatz von zertifizierten Post — Consumer — Recyclingmaterialien (PCR)
Die fundiertesten Angaben basieren auf klaren Zahlen und auditierbaren Nachweisen. Verspricht eine Marke viel, ohne die Faktenbasis offenzulegen, ist Skepsis angebracht.
Wie werden Parfumverpackungen in Deutschland richtig getrennt?
In Deutschland sollten Duftverpackungen vor der Entsorgung in ihre Einzelteile zerlegt werden. Da viele Parfümflakons aus einer Kombination von Glas, Metall und Kunststoff bestehen, gehört nicht alles unbesehen in denselben Behälter.
Entfernen Sie die metallene Manschette und den Sprühmechanismus aus Kunststoff. Leeren Sie den Flakon vollständig, spülen Sie ihn mit heißem Wasser aus, lassen Sie ihn etwa eine Stunde in lauwarmem weißem Essig einwirken, reinigen Sie ihn anschließend mit Spülmittel und lassen Sie ihn 24 Stunden lang trocknen.
Sobald der Flakon sauber ist, gehört das Glas in den entsprechenden Altglascontainer. Zerstäuberpumpen und Kappen werden in der Regel nicht über das Standardrecycling erfasst und gehören separat in den Restmüll.
