Parfummarken überdenken Beschaffung, Produktion, Verpackung und Vertrieb, um ihre CO₂-Emissionen zu senken. Die Duftstoffindustrie, die bis 2040 voraussichtlich 850.000 Tonnen an Rohstoffen produzieren wird, steht vor Herausforderungen wie der Abhängigkeit von der Petrochemie, energieintensiven Herstellungsprozessen und ressourcenintensiven Verpackungen. So begegnen führende Häuser diesen Herausforderungen:
- Beschaffung: Regenerative Landwirtschaft stellt Ökosysteme wieder her, während im Labor gewonnene Inhaltsstoffe und upgecycelte Materialien die Emissionen aus Anbau und Reststoffen reduzieren.
- Produktion: Energieeffiziente Verfahren wie die überkritische CO₂-Extraktion und Prinzipien der grünen Chemie verringern den Energieverbrauch sowie Produktionsabfälle.
- Verpackung: Recyceltes Glas, nachfüllbare Flakons und kompostierbare Materialien ersetzen schwere Einwegdesigns.
- Vertrieb: Marken setzen auf leichtere Verpackungen und regionale Lieferanten, um Transportemissionen zu minimieren.
Das veränderte Konsumbewusstsein hin zu umweltorientierten Entscheidungen und Transparenz treibt diesen Wandel voran. Scento ist ein Händler für Parfümabfüllungen und -proben, und jedes Produkt ist als einmaliger Kauf ganz ohne Abonnement erhältlich. Scento+ ist die optionale Mitgliedschaft von Scento: Der Monatsbeitrag kommt vollständig als Guthaben zurück, einlösbar auf jedes Parfum, Mitglieder erhalten 10 % Rabatt, eine Gratisprobe zu jeder Bestellung, alle sechs Monate ein kostenloses Parfum und ein Geburtstagsgeschenk, und pausieren können Sie jederzeit; zum Kündigen kontaktieren Sie unser Team. Diese Schritte verdeutlichen, wie sich die Haute Parfumerie in Richtung geringerer Emissionen und weniger Abfall bewegt – ganz ohne Kompromisse bei der Qualität.
Wie Parfummarken ihre CO₂-Emissionen in 4 Schlüsselbereichen reduzieren
Sourcing Ingredients with Lower Emissions
Die Rohstoffbeschaffung macht einen wesentlichen Teil der CO₂-Emissionen in der Parfumindustrie aus. Um dem entgegenzuwirken, setzen immer mehr Häuser auf regenerative Landwirtschaft, Biotechnologie und Upcycling. Diese Methoden revolutionieren die Art und Weise, wie Duftbausteine gewonnen werden, und ebnen den Weg für umweltschonendere Produktionsprozesse und Verpackungslösungen.
Regenerative Landwirtschaft und ethische Beschaffung
Regenerative Landwirtschaft bietet einen zukunftsweisenden Weg, Ökosysteme während der Rohstoffgewinnung aktiv zu regenerieren. Indem landwirtschaftliche Flächen in CO₂-Senken umgewandelt werden, nutzt dieser Ansatz die natürliche Photosynthese, um Kohlenstoff im Boden und in Pflanzen zu binden. Auch nachhaltig bewirtschaftete Wälder, Grasländer und Feuchtgebiete spielen eine entscheidende Rolle bei der Bindung von Emissionen und liefern zugleich wertvolle Essenzen.
„Naturbasierte Lösungen … umfassen alle Maßnahmen zur Wiederherstellung von Ökosystemen wie Wäldern, Grasländern und Feuchtgebieten.“ – Shell
Über die CO₂-Reduktion hinaus trägt die regenerative Landwirtschaft zum Schutz der Biodiversität bei, indem sie bedrohte Pflanzenarten und Lebensräume bewahrt. Eine verantwortungsvolle Ernte verhindert Raubbau, während ein verbessertes Bodenmanagement die Erosion eindämmt und das Land langfristig fruchtbar hält. Diese Praktiken ergänzen Labordiagnostik und den Einsatz erneuerbarer Rohstoffe in der modernen Parfumerie auf harmonische Weise.
Laborgezüchtete Inhaltsstoffe und Biotechnologie
Die Biotechnologie etabliert sich als unverzichtbares Instrument zur Emissionsminderung in der Parfumerie. Mithilfe synthetischer Biologie und Biomimikry gelingt es Laboren heute, bioidentische Duftmoleküle zu kultivieren. Diese im Labor gewonnenen Inhaltsstoffe spiegeln die olfaktorischen Profile natürlicher Essenzen exakt wider – jedoch mit einem deutlich geringeren ökologischen Fußabdruck. Durch den Wegfall großflächigen Anbaus, aufwendiger Transporte und der energieintensiven Verarbeitung empfindlicher Botanicals bietet diese Technologie eine nachhaltige Alternative auf höchstem Niveau.
Erneuerbare Ausgangsstoffe und upgecycelte Materialien
Parfummarken setzen zunehmend auf erneuerbare Ausgangsstoffe wie Bio-Zuckerrohralkohol, der erdölbasierte Trägerstoffe ersetzt und Emissionen maßgeblich verringert. Wiederaufbereitetes Sandelholz liefert beispielsweise tiefe, warme Holznoten, ohne zur Überholzung der Bestände beizutragen. „Best You Ever Had“ von Albatross Perfumes, erhältlich für ca. 36,47 €, kombiniert solch wiederaufbereitetes Sandelholz mit nachhaltig gewonnenem Oud. Zudem werden pflanzliche Reststoffe aus der Produktion zu Kompost verarbeitet oder neu verwendet, ganz im Sinne eines Zero-Waste-Ansatzes. Auch bei Verpackungen schreitet die Innovation voran: Marken wie Henry Rose verwenden für ihre Designs bereits zu 90 % recycelte Materialien.
Emissionsreduktion im Herstellungsprozess
Die Herstellung birgt ein enormes Potenzial zur Einsparung von Emissionen. Viele moderne Manufakturen wenden sich saubereren Technologien zu und arbeiten eng mit ihren Partnern zusammen, um sich von energieintensiven traditionellen Methoden zu verabschieden.
Energieeffiziente Produktionsmethoden
Eine herausragende Innovation ist die überkritische CO₂-Extraktion, die die klassische Wasserdampfdestillation in vielen Produktionsstätten schrittweise ablöst. Dieses Verfahren nutzt unter Druck stehendes Kohlendioxid als Lösungsmittel und arbeitet bei schonenden Temperaturen zwischen 31,1°C und 55°C – weit unter den 100°C oder mehr, die für die Dampfdestillation erforderlich sind. Das Resultat: ein drastisch gesunkener Energieverbrauch. Geschlossene Kreislaufsysteme stellen zudem sicher, dass das CO₂ nach jedem Zyklus aufgefangen und wiederverwendet wird, was Abfall und CO₂-Fußabdruck gleichermaßen minimiert.
Die Vorzüge liegen auf der Hand. Während die traditionelle Wasserdampfdestillation bei Patchouli üblicherweise eine Ausbeute von lediglich 1–3 % erzielt, erreicht die überkritische CO₂-Extraktion unter optimalen Bedingungen beachtliche 12,41 %. Durch fortschrittliche mathematische Modellierung und mobile Extraktionseinheiten können Hersteller ihre Prozesse präzise kalibrieren, unnötige Testläufe vermeiden und transportbedingte Emissionen ganzer Rohstoffchargen reduzieren.
Einen weiteren grundlegenden Wandel markieren die Prinzipien der grünen Chemie. Im Jahr 2023 führten MANE und L’Oréal eine vergleichende Studie von 27 Duftinhaltsstoffen durch – unter Einsatz des GREEN MOTION™-Tools in Verbindung mit einer Lebenszyklusanalyse (LCA). Die Ergebnisse identifizierten ökologische Brennpunkte entlang der Produktionsketten und zeigten auf, wie vereinfachte Ökodesign-Instrumente dazu beitragen können, den ökologischen Fußabdruck der Duftstoffherstellung zu reduzieren. So lag der Lösungsmittelverlust während des Recyclings in der Studie bei lediglich 3,5 %.
Ergänzt werden diese Fortschritte durch gezielte Partnerschaften innerhalb der Lieferkette, um eine noch tiefgreifendere Emissionsminderung zu erzielen.
Zusammenarbeit mit Lieferanten bei erneuerbaren Energien
Die Bewältigung von Scope-3-Emissionen – also jener Emissionen, die bei externen Zulieferern und Transporten entstehen – genießt bei renommierten Dufthäusern höchste Priorität. Um wissenschaftsbasierte Reduktionsziele zu erreichen, vertiefen Marken ihre Partnerschaften entlang der Beschaffungs-, Distributions- und Verwertungsketten, um systematisch die Klimaneutralität anzusteuern.
Yves Saint Laurent Beauté hat im Rahmen der Initiative „Change the Rules, Change the Future“ an sämtlichen französischen Produktionsstandorten bereits Klimaneutralität erreicht. Teil dieses Engagements ist das Projekt „Rewild Our Earth“ in Zusammenarbeit mit der Non-Profit-Organisation Re:wild. Ziel ist es, bis 2030 rund 100.000 Hektar Land wiederzubeleben, mit speziellem Fokus auf das Ourika-Tal in Marokko, wo lokale Bauern in nachhaltigen Methoden geschult werden. Ebenso arbeitet Floral Street eng mit Robertet zusammen, um die lückenlose Rückverfolgbarkeit und ethische Herkunft der Ingredienzen zu sichern. Das Haus führte zudem die ersten vollständig recycelbaren, metallfreien Pumpzerstäuber Großbritanniens für Body Mists ein, um den ökologischen Fußabdruck weiter zu verkleinern.
Verpackungslösungen mit reduzierter Klimawirkung
Verpackungen tragen maßgeblich zum Abfallaufkommen der Duftbranche bei. Dies veranlasst Marken dazu, Flakons und Umverpackungen grundlegend neu zu konzipieren, um ihre Umweltwirkung zu minimieren. Diese Verpackungsinnovationen greifen nahtlos in grünere Beschaffungs- und Produktionsmethoden über.
Recycelte und wiederverwertbare Materialien
Der Einsatz von recyceltem Glas für Parfumflakons und Nachfüllpatronen hat stark zugenommen und schont den Abbau primärer Rohstoffe. Für Körpersprays und leichtere Formate greifen Marken vermehrt auf recycelten Kunststoff (rPET) zurück, wodurch Plastikmüll vermieden wird, ohne Einbußen bei Ästhetik oder Funktionalität hinzunehmen. Auch die Umverpackungen wandeln sich: Nicht recycelbares Cellophan weicht recycelten, wiederverwertbaren und kompostierbaren Kartonagen aus Faserguss. Floral Street, gegründet von Michelle Feeney, verzichtet konsequent und vollständig auf Cellophanierung. Feeney erklärt dazu:
„Floral Street-Gründerin Michelle Feeney war es leid zu sehen, dass jeder Parfumflakon in den Geschäften in nicht recycelbares Cellophan gehüllt war. Es wurde zu einem zentralen Pfeiler unseres Markenmanifests: Wir würden niemals Cellophan verwenden.“
Darüber hinaus präsentierte Floral Street die ersten vollständig recycelbaren, metallfreien Pumpzerstäuber im Vereinigten Königreich, sodass Kundinnen und Kunden das gesamte Produkt ohne aufwendige Demontage dem Recyclingkreislauf zuführen können.
Dieser Fokus auf Rezyklate wird durch Designs ergänzt, die für eine dauerhafte Nutzung konzipiert sind.
Refill-Systeme und minimalistische Verpackung
Nachfüllbare Systeme haben sich als besonders effiziente Methode zur CO₂-Reduktion etabliert. Laut Angaben von Berlin Packaging kann die mehr als zehnmalige Nutzung eines Refill-Flakons dessen CO₂-Fußabdruck um 50 % senken. Ein herausragendes Beispiel ist der im Februar 2023 vorgestellte Flakon Ninu von Berlin Packaging. Die Kreation arbeitet mit nachfüllbaren Kartuschen aus Recyclingglas, die eine vielfache Wiederverwendung ermöglichen und den CO₂-Fußabdruck im Vergleich zu Einwegflakons um 50 % senken.
Minimalistische Formate wie feste Parfums (Solid Perfumes) und kompakte Taschenzerstäuber reduzieren zusätzlich Materialbedarf und Transportemissionen. Auch die Veredelung passt sich an: Pflanzliche Farben und Tinten stellen sicher, dass Kartonagen edel wirken und dennoch biologisch abbaubar bleiben.
Biologisch abbaubare und kompostierbare Verpackungen
Biologisch abbaubare und kompostierbare Materialien schließen den ökologischen Kreislauf, indem sie die CO₂-Bilanz über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg verbessern. Werkstoffe wie Polymilchsäure (PLA), Polyhydroxyalkanoate (PHA) und Holz-Polymer-Werkstoffe (WPC) finden immer öfter Anwendung. So bieten etwa Mischungen aus PHA und PLA eine herausragende Schlagfestigkeit und stellen eine elegante Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen wie ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) dar – inklusive gesicherter biologischer Abbaubarkeit am Lebensende.
Auch cellulosebasierte Materialien gewinnen für Primär- und Sekundärverpackungen an Bedeutung. Dank fortschrittlicher Nanotechnologie lassen sich Stabilität und Barriereeigenschaften dieser Biopolymere so veredeln, dass sie kostbare Formulierungen ebenso zuverlässig schützen wie konventionelle Materialien.
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Berechnung des CO₂-Fußabdrucks von Duftkreationen
Führende Dufthersteller haben spezialisierte Systeme entwickelt, um die Umweltbilanz ihrer Formulierungen lückenlos zu bewerten. Im Juni 2020 stellte Firmenich (heute dsm‑firmenich) den EcoIngredient Compass vor, der Duftmoleküle nach Kriterien wie grüner Chemie, biologischer Abbaubarkeit und dem Anteil erneuerbaren Kohlenstoffs analysiert. 2023 ging daraus der EcoScent Compass der nächsten Generation hervor. Mane et fils führte GREEN MOTION™ ein – ein Tool, das Inhaltsstoffe auf einer Skala von 0 bis 100 anhand von Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltparametern einstuft. Dieses Scoring hilft Parfumeuren, das ökologische Profil ihrer Kompositionen gezielt zu optimieren. Givaudan verfolgt mit dem 2019 im Rahmen der Initiative „A sense of tomorrow“ lancierten FiveCarbon Path™ einen weiteren innovativen Weg: Der Fokus liegt auf der Maximierung von erneuerbarem und biologisch abbaubarem Kohlenstoff bei gleichzeitiger Optimierung des Duft-zu-Kohlenstoff-Verhältnisses, was sowohl Rohstoffeinsatz als auch Energieverbrauch minimiert.
Zudem bieten standardisierte Methoden wie die Lebenszyklusanalyse (LCA) einen ganzheitlichen Blick auf den Werdegang eines Duftes – von der Ernte bis zur Entfaltung auf der Haut („Field to Skin“). Diese Werkzeuge erfassen verlässlich direkte wie indirekte Treibhausgasemissionen. Internationale Standards wie ISO 16128‑2:2017 für Kosmetika sowie EN 16785‑1 garantieren durch die Bestimmung des biobasierten Anteils Transparenz. Gemeinsam liefern diese Ansätze belastbare Erkenntnisse, die eine fundierte Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette ermöglichen.
Kooperation entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Über Innovationen bei Rohstoffen, Herstellung und Design hinaus ist partnerschaftliches Handeln unverzichtbar für das Erreichen von Netto-Null-Emissionen. Die IFRA‑IOFI Sustainability Charter bietet hierfür einen einheitlichen Rahmen, der Duftstoffunternehmen an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) ausrichtet. Dieser Rahmen gewährleistet kontinuierliche Fortschrittskontrolle und Transparenz. Die Reduktion von Scope-3-Emissionen – jenen aus Rohstoffbeschaffung und Dienstleistungen – bleibt eine der anspruchsvollsten Aufgaben. Um sie zu meistern, arbeiten Duftstoffhäuser eng mit Erzeugern zusammen, etablieren nachhaltige Standards und nutzen gemeinsame Kennzahlen wie den E-Faktor (Verhältnis von Abfallmenge zu Produktmenge) und die Process Mass Intensity (PMI), um Ineffizienzen zu beheben.
Gleichzeitig fördert die Zusammenarbeit die Kreislaufwirtschaft, in der Nebenprodukte anderer Industrien zu edlen Ingredienzen veredelt werden. Strategische Kooperationen ermöglichen eine stärker lokalisierte Produktion und senken logistikbedingte Emissionen. Angesichts eines prognostizierten Rohstoffvolumens von rund 850.000 Tonnen bis 2040 sind diese gemeinsamen Anstrengungen essenziell, um das Wachstum der Branche nachhaltig zu gestalten.
Wie Scento zu einem abfallarmen Parfumkonsum beiträgt
Scento hat ein Modell entwickelt, das der Verschwendung im 52 Milliarden Euro schweren Parfummarkt entgegenwirkt – einem Markt, in dem Kundinnen und Kunden oft über 300 € für großformatige Flakons ausgeben, die sie selten leeren. Stehen diese Parfums ungenutzt im Schrank, besteht nach wenigen Jahren die Gefahr der Oxidation; wertvolle Essenzen und investierte Ressourcen gehen verloren. Mit flexiblen Formaten wie kleineren Abfüllungsgrößen überträgt Scento den Nachhaltigkeitsgedanken von der Produktion direkt in den Alltag der Parfumbewunderer. Dies fügt sich nahtlos in das Bestreben der Branche nach umweltschonenderen Lösungen ein.
Kleinere Formate für minimale Verschwendung
Scento bietet exklusive Parfums in Fläschchen mit 2 ml, 5 ml und 8 ml sowie bei den meisten Düften einer Flakon-Abfüllung mit 30 ml an. So lässt sich ein Duft ausgiebig erleben, ohne sich direkt an einen klassischen 100-ml-Flakon binden zu müssen. Eine 8-ml-Ampulle reicht für etwa 120 Sprühstöße – mehr als genug, um festzustellen, wie eine Duftsignatur zur eigenen Persönlichkeit passt. Diese handlichen Größen verringern nicht nur das Risiko ungenutzter Produktreste, sondern reduzieren auch Versandgewicht und -volumen, was die transportbedingten Emissionen spürbar senkt.
Die Kosmetikindustrie erzeugt jährlich über 120 Milliarden Verpackungseinheiten, wovon rund 95 % nach einmaligem Gebrauch im Müll landen. Mit bedarfsgerecht portionierten Größen bietet Scento eine durchdachte Möglichkeit, dieser Überproduktion entgegenzuwirken.
Abfüllungsgrößen für eine bewusste Duftentdeckung
Dieser Ansatz lädt dazu ein, Parfums achtsam zu entdecken und sich Schritt für Schritt eine maßgeschneiderte Duftgarderobe für verschiedene Anlässe und Jahreszeiten aufzubauen. Kleinere Formate eröffnen den Zugang zu Meisterwerken der Parfumerie, ohne die ökologische und finanzielle Hürde eines vollen Flakons. Ergänzend helfen die Duft-Quizze von Scento dabei, treffsicher Kreationen auszuwählen, die dem persönlichen Profil entsprechen – was Fehlkäufe wirkungsvoll verhindert.
Zukunftspläne für umweltbewusste Verpackungen
Mit Blick nach vorn bietet Scento bei den meisten Düften jetzt auch eine Flakon-Abfüllung mit 30 ml, die es Parfumliebhabern ermöglicht, von Probegrößen zu kuratierten Kollektionen überzugehen. Gleichzeitig erforscht das Haus fortlaufend nachhaltige Verpackungskonzepte. Da der Markt für umweltfreundliche Kosmetikverpackungen von 2,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf voraussichtlich 3.27 Milliarden US-Dollar im Jahr 2034 wachsen wird, evaluiert Scento Monomaterial-Designs sowie Lösungen mit höherem Rezyklatanteil (Post-Consumer-Waste). Ziel ist eine vollständige Kompatibilität mit etablierten Recyclingströmen, um den ökologischen Fußabdruck noch weiter zu verringern.
Fazit
Die Senkung des CO₂-Fußabdrucks in der Parfumwelt erfordert ein Zusammenspiel aller Stufen – von regenerativer Agrikultur und biotechnologischen Duftmolekülen über energieeffiziente Destillationsverfahren bis hin zu wiederbefüllbaren Flakondesigns. Dufthäuser, die ökologische Verantwortung priorisieren, beweisen, dass Transparenz, Innovationsgeist und luxuriöser Anspruch Hand in Hand gehen. Wie Clara Beaumont, Senior Editor & Scent Advisor, treffend bemerkt:
„Nachhaltigkeit in der Parfumerie ist eine vielschichtige Aufgabe, die ein harmonisches Zusammenspiel von Landwirtschaft, Chemie, Verpackungsdesign und Handel erfordert.“
Dieser branchenweite Wandel bildet das Fundament für eine zukunftsfähige Duftkultur, die vom Konsumenten aktiv mitgestaltet wird.
Parfumenthusiasten besitzen großen Einfluss auf diese Transformation. Wer zu Discovery-Sets oder kleineren Abfüllungen statt sofort zu Großflakons greift, vermeidet Verfall und mindert Transportemissionen. Die Wahl von Marken mit Refill-Konzepten oder kreislauffähigen Monomaterialien unterstützt das Prinzip der Circular Economy. Gütesiegel wie COSMOS, Ecocert oder Fair for Life bieten zudem die Gewissheit, dass Versprechen durch unabhängige Prüfungen verifiziert sind und keinem oberflächlichen Greenwashing entspringen.
Scento verkörpert eindrucksvoll, wie ein maßgeschneidertes Sortiment Ressourcen schont. Scento bietet bei den meisten Düften jetzt auch eine Flakon-Abfüllung mit 30 ml und entwickelt nachhaltige Verpackungen kontinuierlich weiter, wodurch das Wachstum der Marke mit dem branchenweiten Streben nach nachhaltigem Konsum im Einklang steht.
FAQs
Welcher Bereich macht meist den größten Teil des Fußabdrucks eines Parfums aus: Inhaltsstoffe, Herstellung, Verpackung oder Versand?
Der Herstellungsprozess ist häufig der größte Einzelfaktor im CO₂-Fußabdruck eines Parfums. Diese Phase erfordert erhebliche thermische und elektrische Energie, was zu messbaren Emissionen führt. Viele Dufthersteller konzentrieren sich daher intensiv darauf, ihre Energieeffizienz zu steigern und auf modernste, umweltschonende Extraktions- und Produktionsverfahren umzustellen.
Sind im Labor gezüchtete Duftinhaltsstoffe tatsächlich nachhaltiger als natürliche Rohstoffe?
Im Labor hergestellte Duftmoleküle stellen eine bemerkenswert ressourcenschonende Alternative zu manchen Naturrohstoffen dar. Da sie großflächige landwirtschaftliche Ernten überflüssig machen, tragen sie zum Schutz sensibler Ökosysteme und zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Diese synthetisierten Essenzen entstehen unter kontrollierten Bedingungen, wodurch Probleme wie Übererntung und Lebensraumverlust umgangen werden. Werden sie zudem mit erneuerbaren Energien produziert, fällt ihr CO₂-Fußabdruck besonders niedrig aus. Während traditionelle Essenzen weiterhin für ihr Terroir und ihre handwerkliche Herkunft geschätzt werden, setzen biotechnologische Alternativen neue Maßstäbe für eine zukunftsfähige Duftkreation.
Wie erkenne ich echte Nachhaltigkeit und vermeide Greenwashing beim Parfumkauf?
Um Parfums zu finden, die höchsten Umweltstandards genügen, empfiehlt sich der Blick auf Häuser, die ihre Praktiken transparent darlegen. Achten Sie auf Marken, die nachweislich verantwortungsvoll beschaffte Rohstoffe verwenden – wie ethisch kultivierte Pflanzenextrakte oder umweltfreundliche Synthetik. Auch die Verpackung ist entscheidend: Bevorzugen Sie wiederverwertbare, nachfüllbare oder kompostierbare Materialien, die Müll vermeiden. Signifikant sind zudem Initiativen zur Senkung der CO₂-Emissionen in Manufaktur und Lieferkette.
Vage Begriffe wie „natürlich“ oder „grün“ sollten hinterfragt werden, sofern sie nicht durch belastbare Daten gestützt sind. Orientierung bieten etablierte, unabhängige Zertifizierungen sowie detaillierte Einblicke der Marken in ihre Wertschöpfungsketten.